Vorsicht, Einbrecher in Potsdam Teil 2

Winterzeit ist Einbruchzeit

In der dunklen Jahreszeit passieren die meisten Einbrüche in Potsdamer Häuser und Wohnungen. Neben der Urlaubssaison gehen mehr als 50 Prozent aller Einbrüche auf die Monate zwischen Oktober und Ende Januar zurück. Entgegen der weitläufigen Meinung kommen Einbrecher nicht nachts, sondern gern zwischen 10.00 – 18.00 Uhr und bevorzugen Einfamilienhäuser sowie Erdgeschosswohnungen. Hier finden Sie eine Übersicht der Regionen, in denen sehr oft eingebrochen wurde.

Banden werden immer dreister

Aus gegebenem Anlass hier eine bislang sehr neue Masche der Einbrecher: Derzeit sind Personen in Potsdam und dem nahen Umland unterwegs, die sich von Haus zu Haus durcharbeiten und kontrollieren wollen, ob die jetzt (angeblich) seit Januar gesetzlich vorgeschriebenen Rauchmelder vorhanden sind. Nach Rücksprache mit ersten Betroffenen handelt es sich um Diebe, die entweder sofort oder zu späterer Stunde den Diebstahl durchführen.

Wir bitten um besondere Vorsicht!

In den letzten fünf Jahren ist die Zahl der Einbrüche um rund ein Drittel gestiegen

Wer zum Opfer wird, geht im Allgemeinen davon aus, dass seine Hausratversicherung den materiellen Schaden schon ersetzen werde. Doch das erweist sich oft als trügerische Hoffnung. Es gibt nämlich einige Faktoren, die den Versicherungsschutz begrenzen. Zum einen erstattet die Assekuranz generell die Wiederbeschaffungskosten, nicht aber den Original-Kaufpreis oder den heutigen Neuwert. Zudem darf der Ersatz für Wertsachen meist 20 oder 30 Prozent der Versicherungssumme nicht überschreiten, bei Bargeld ist der Versicherungsschutz oft bei 1.000 Euro gedeckelt. Auch der Missbrauch von Kreditkarten ist häufig kaum oder gar nicht abgedeckt.

Ferner sammelt man im Laufe des Lebens immer mehr Haushaltsgegenstände an; die Kinder bekommen eine neue Zimmereinrichtung, Papa den neuen TV, Mutti neuen Schmuck, das neue Fahrrad, usw.

Das freut auch Einbrecher

Vergessen Sie deshalb bitte nicht, regelmäßig die Höhe Ihrer Versicherung an die höheren Werte anzupassen. Der geringe Mehrbeitrag einer Hausratversicherung steht in keinem Verhältnis zum Scheck, den die Versicherung im Schadenfall ausstellen würde. Doch was, wenn der Schaden wirklich eintritt?

Was ist zu tun?

Es ist wichtig im Schadenfall Eigentumsnachweise bereit zu halten. Das ist oft leichter gesagt als getan (Kaufbelege sind nicht mehr vorhanden, etc.). Dokumentieren Sie deshalb am einfachsten Ihren Hausrat umfassend, wie folgt:

Machen Sie Fotos von jedem Raum, Kleiderschränken, technischen Geräten, Uhren, Schmuck, etc. und archivieren Sie diese möglichst feuerfest. Generell empfiehlt es sich auch wichtige persönliche Dokumente, wie etwa Geburtsurkunden, Zeugnisse, Lehrnachweise/Arbeitsnachweise, etc.zu dokumentieren. Dann alle Fotos auf einem USB-Stick oder gebrannter CD/DVD feuer- und wasserfest verstauen (das Löschwasser der Feuerwehr verursacht weitergehende Schäden!!!).

Höherwertiger Schmuck, Mode, Kunst, Uhren oder Sportausrüstungen sollten Sie mit einer separaten Versicherung absichern, da die Versicherungssummen einer normalen Hausratversicherung hier nicht ausreichen oder aber diese Segmente gänzlich vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind. Kommen Sie bei Fragen gern auf uns zurück.

Gute Nachricht für Hausbesitzer und Mieter

Einen Einbruchsversuch kann man nicht vermeiden, allerdings die Umsetzung sehr erschweren. Alarmanlagen, einbruchsichere Türen oder Fenster helfen hier weiter. Wer in solche Anlage investiert, kann seit November 2015 einen Zuschuss von der KfW erhalten. Wer mindestens 2.000 EUR in förderfähige Maßnahmen investiert, kann so einen Zuschuss von 10 Prozent bis maximal 1.500 EUR erhalten. Weiterführende Informationen hierzu finden Sie hier.

Eine hilfreiche Checkliste, wie man dem Einbrecher den Plan deutlich erschweren kann, finden Sie hier.

Das Video verdeutlicht, wie schnell ein Einbrecher im Haus ist!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.