Wann ist eine Aktie günstig-was ist ein KGV?

Soll man einsteigen, besser noch abwarten oder die Gewinne mitnehmen? Ist dieses oder jenes erfolgreiche Unternehmen eigentlich teuer im Einkauf? Und was ist ein KGV?

Diese Fragen werden angesichts der jüngsten Börsen-Höhenflüge für viele Anleger immer drängender. Bei ihrer Beantwortung hilft das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), das den Kurs einer Aktie in Relation zum Gewinn je Aktie setzt. Das KGV wird oft auch als „PER“ oder „P/E Ratio“ bezeichnet. Es ermöglicht sowohl historische Vergleiche (Wie hat sich die Aktie in den letzten Jahren entwickelt?) als auch eine Gegenüberstellung verschiedener Unternehmen, die in der Regel derselben Branche angehören. Kurz gesagt: Der Kurs der Aktie wird ins Verhältnis zum gegebenen bzw erwarteten Gewinn gesetzt.

Doch wann ist ein KGV attraktiv?

Hier scheinen sich die Maßstäbe aktuell zu verschieben. Lange Zeit galt ein Wert über 15 als sehr teuer; noch Ende 2008 verzeichnete der DAX im Schnitt ein KGV von unter 10. Mittlerweile liegt der Durchschnitt im US-Index S&P 500 bei circa 17. Das halten viele Experten allerdings für tragbar, wenn man andere Anlageklassen wie Immobilien oder Anleihen dagegenstellt. Einige Analysten würden sogar bei einem KGV von über 30 oder 40 noch einen Einstieg empfehlen, wenn es sich um ein schnell und solide wachsendes Unternehmen handelt. Doch bei solchen Werten sollte man großes Vertrauen in die betreffenden Aktien mitbringen.

Auch wenn es meiner grundsätzlichen Devise „der Gewinn liegt im Einkauf“ mehr und mehr widerspricht: möglicherweise wird man sich zukünftig an deutlich höhere KGV -Werte gewöhnen müssen.

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