Weniger „Versicherungsdeutsch“ in Standmitteilungen angestrebt

Der Versichererverband GDV hat neue Empfehlungen für die Gestaltung der Standmitteilungen formuliert. Soweit so gut.

Doch was sind Standmitteilungen? Standmitteilungen sind Meldungen eines Versicherers, mit denen Lebens- und Rentenversicherungskunden jährlich über ihr aktuelles Vertragsguthaben bzw. ihre Rentenprognose informiert werden.

Da wichtige Informationen mitunter selbst Experten nicht immer auf den ersten Blick erkenntlich waren, stellt sich die Frage, wie denn auch ein mit dem Versicherungsdeutsch nur halbwegs bewanderter Durchschnittsbürger die Inhalte lesen und für sich zu deuten vermag.

In Zukunft sollen die Standmitteilungen deshalb auch für Versicherungslaien leichter verständlich geschrieben sein.

Für typische „Versicherungsdeutsch“-Formulierungen wurden sogar mit wissenschaftlicher Unterstützung allgemeinsprachliche Alternativen erarbeitet. Für einige Stellen wurde auch empfohlen, auf Tabellen statt auf Fließtext zu setzen. Zudem hält der GDV einige standardmäßig enthaltene Informationen für verzichtbar, während er hier und da flankierende Erläuterungen oder Beispielrechnungen anrät.

Generell soll dem Versicherungskunden der Unterschied zwischen garantierten und möglichen Leistungen stärker als bisher verdeutlicht werden.

Ein Weg in die richtige Richtung, wie wir finden, da Beschönigungen zur möglichen Ablaufleistung lediglich das eigene Gemüt zufriedenstellen, nicht jedoch die eigentliche Situation.

Wer also bisher mit einem Stirnrunzeln über seiner Standmitteilung gebeugt saß, kann Hoffnung schöpfen: die Welt scheint zumindest in diesem Bereich wieder etwas einfacher zu werden.

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