Hackerangriffe und Cybercrime – ein Berliner Fall

Sind Hackerangriffe wirklich eine ernstzunehmende Gefahr?

Auf Dutzende Millionen Euro beläuft sich der jährliche Schaden durch Online-Kriminalität in Deutschland. Die genaue Zahl kann kaum seriös geschätzt werden. Denn nicht alle Schadensfälle werden gemeldet, da viele Unternehmen Sanktionen oder Umsatzverluste befürchten, wenn Sicherheitslücken bekannt werden.

Es ist dabei nach unserer Erkenntnis egal, ob Handwerksbetrieb, Freiberufler oder Gewerbetreibender!

Auch kleine und mittelständische Unternehmen sind hiervon häufig betroffen. Da Hacker ihr Arsenal ständig erweitern und aufrüsten, droht bei einem Angriff grundlegend existenzbedrohlicher Schaden. Oftmals bleibt die Attacke lange unbemerkt, wenn heimlich Kunden-, Finanz- oder Produktionsdaten inklusive Patenten abgesaugt werden. Doch das unmittelbare Risiko für das eigentliche operative Geschäft ist für Unternehmen jeglicher Größe beträchtlich.

Ein reales Beispiel aus der Praxis

Nicht immer sind Hackerangriffe das Werk global agierender Computerexperten. Es genügt, wenn sich ein Marktteilnehmer bedrängt fühlt oder sogar Umsatzeinbußen hinnehmen musste. So auch in einem kürzlichen Fall:

Das Berliner Unternehmen belieferte Produktionsstätten mit erforderlichem Equipment. Da es zeitlich flexibler als seine Mitbewerber reagierte, bekam es nach und nach immer mehr Auftragsanfragen. So soll es eigentlich auch sein.

Doch was dann passierte, ahnte keiner der Beteiligten.

Ein Trojaner wurde mit einer eMail auf den Rechner des Unternehmensinhabers geschleust. Dieser hatte davon selbst nichts mitbekommen, da das Programm im Hintergrund arbeitete und so nach und nach alle Informationen über Auftraggeber, Auftragsabsprachen, Beteiligten, Umsatzvorgaben, usw. an den vermeintlichen Hacker übermittelte. Doch bei dem Hacker handelte es sich lediglich um einen regionalen Mitbewerber, der nun seine Angebote so änderte, dass er grundsätzlich immer besser war als sein Konkurrent. In der Folge brachen beim Betroffenen die Umsätze ein, acht Mitarbeiter wurden entlassen.

Erst viel später wurde bemerkt, welchen Datenumfang man vom Betriebs-PC gestohlen hatte. Doch an dieser Stelle war es bereits zu spät. Das Unternehmen existiert heute quasi nur noch auf dem Papier.

Wir könnten nun eine Vielzahl solcher Fälle allein aus unserer Region Berlin / Potsdam aufzählen, doch was nützt das. Die Einsicht, dass man sich nicht vollends vor Angriffen schützen kann, sollte jedem klar werden.

Neben strengen Sicherheitsvorkehrungen (der größte Unsicherheitsfaktor ist hierbei noch immer der Mensch) sollten sich Firmen daher mit einer Versicherung vor dem finanziellen Schaden schützen. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl speziell auf mittelständische Unternehmen zugeschnittener Cybercrime-Policen. Sie springen nicht nur finanziell in die Bresche, sondern bieten meist auch IT-Experten auf, die den Schaden begrenzen.

Wir empfehlen dieses Thema nicht aufzuschieben! Gehen Sie es in eigenem Interesse jetzt an! Wir stehen für Rückfragen gern zur Seite.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.