Investitionen: Deutschland bekommt mehr Geld als zuvor

Zum 20. Mal befragte die Unternehmensberatung A.T. Kearney kürzlich Konzerne aus 30 Ländern nach ihren Investitionsvorhaben in den nächsten drei Jahren. Erfasst wurden nur Direkt- Investitionen, also Übernahmen und Gründungen von Unternehmen, und keine reinen Finanz -Investitionen.

Die interviewten Konzernschwergewichte stehen für rund 90 Prozent aller ausländischen Direkt- Investitionen

Erneut landen die USA auf Rang eins, was auch nach dem Trump-Wahlsieg keine Überraschung darstellt – immerhin verspricht der neue US-Präsident jede Menge Wachstumsimpulse.

Unerwarteter kam da für Beobachter schon der Erfolg des Investitionsstandorts Deutschland: Erstmals bei dieser Erhebung landet er auf dem zweiten Platz und lässt China hinter sich (im Vorjahr war es noch Rang vier). Der Beliebtheitssprung könnte daraus resultieren, dass Deutschland ein großer Nutznießer des britischen EU-Austritts sein dürfte. Daneben sprechen, laut den Studienautoren, eine hohe Produktivität, die robuste Konjunktur, die gute Ausbildung der Arbeitskräfte und unternehmensfreundliche Regulierungen für den Standort.

Doch das war nicht immer so

Bereits 2012 wurde im Welt-Investitionsbericht eine deutliche gesunkene Investitionsbereitschaft ausländischer Konzerne in Deutschland sichtbar (lediglich Platz 39). Die Direktinvestitionen gingen damals um 18 Prozent auf 1,04 Billionen Euro gegenüber dem Vorjahr zurück; einer der geringsten Werte in den letzten zehn Jahren überhaupt.

Doch warum der Wandel?

Die Gründe für eine Investition in Deutschland liegen nicht allein in der politischen und wirtschaftlichen Stabilität unseres Landes. Vielmehr sind es die guten Absatzchancen (hohe Binnennachfrage und Stellenwert deutscher Güter und Dienstleistungen im Ausland), die Renditechancen mit sich bringen. Da vor allem viele kleine und mittlere Unternehmen die Märkte erschließen, liegt eine robuste Konjunktur vor. Zusammenhängend betrachtet ist der Investitionsstandort Deutschland also auch durch den Brexit ein äußerst interessanter Ansatz für Investitionen ausländischer Konzerne.

Welche Rolle spielt das für mein Portfolio?

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