Ältere Immobilienkäufer stehen vor höheren (Kredit-)Hürden

Seit März 2016 gilt die Wohnimmobilienkreditrichtlinie, mit der die Bedingungen für Eigenheimkredite verschärft wurden. EU und Bundesregierung möchten damit eine zu freigiebige Vergabepraxis sowie eine daraus resultierende Immobilienblase verhindern. Wie sich die strengere Kreditwürdigkeitsprüfung auswirkt, lässt sich an einer Auswertung eines Finanzierungsportals ablesen, das rund 18 Prozent des Marktes auf sich vereint.

 

Besonders Immobilienkäufer ab 40 Jahren stehen vor höheren Hürden

Demnach sind die Zeiten vor allem für Interessenten jenseits der 40 Jahre härter geworden.
Im ersten Halbjahr nach der Reform sank das Volumen der von 40- bis 50-Jährigen abgeschlossenen Kreditverträge um 4 Prozent. Klingt nicht viel? Nun, das würde auf den Gesamtmarkt umgelegt eine Summe von 1,2 Milliarden Euro bedeuten!

Bei den 60- bis 70-Jährigen betrug der Rückgang sogar 12,1 Prozent! Anders als befürchtet leiden junge Kreditantragsteller dagegen kaum unter der neuen Praxis: Die 18- bis 30-jährigen steigerten ihr Kreditvolumen um 8,5 Prozent.

Als Reaktion auf diese Entwicklungen hat die Bundesregierung kürzlich angekündigt, die Zügel wieder etwas zu lockern. Künftig sollen „Wertsteigerungen von Wohnimmobilien durch Bau- und Renovierungsmaßnahmen“ stärker in die Bonitätsanalyse einbezogen werden.

 

Mehr Informationen zum Thema Baufinanzierung und wie man sich auf eine „gesunde“ Finanzierung vorbereiten sollte, findet ihr hier

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